Bioland-Eier nicht betroffen

von Carsten | Mittwoch, 4. April 2012

Zunächst einmal möchte ich alle Duftgarten-KundInnen beruhigen. Wir beziehen unsere Eier zu über 90 % vom Bioland-Hof Wietler aus Rahden. Gelegentlich nehmen wir auch unseren Bioland-Kollegen vom Berninghof aus Spenge Übermengen an Eiern ab. Der Berninghof ist auch einer unserer zwei Kartoffel-Lieferanten. Beide Betriebe sind nicht von Verunreinigungen betroffen. Lesen Sie im folgenden eine aktuelle Information des Bioland Verbandes :

 

PCB in EU-Bio-Eiern von einem Betrieb aus NRW festgestellt

 

In den Eiern eines EU-Bio-Betriebes aus NRW wurden überhöhte Werte des dioxinähnlichen Stoffes PCB (Polychlorierte Biphenyle) festgestellt. Bei diesen Funden handelt es sich nach dem bisherigen Erkenntnisstand der Behörden um einen Einzelfall. Die Befunde wurden nach Eigenkontrollen des Betriebes durch ein privates Labor ermittelt und durch behördlich gezogene Proben bestätigt.

Die belasteten Eier sind vor allem an Supermärkte geliefert worden, letztmals am 7. März 2012 mit MHD 31. März. Damit befinden sich keine belasteten Eier mehr im Handel.

In dem auf dem Hof aktuell verwendeten Futter sind laut Behördenangaben keine Verunreinigungen gefunden worden. Auch die Analyse von Rückstellproben älteren Futters seit Januar 2012 wies keinerlei Rückstände auf. Ein Eintrag über Futtermittel kann nach derzeitigem Stand des Wissens ausgeschlossen werden.

Es muß nun schnellstmöglich aufgeklärt werden, wie die Rückstände in die Eier gelangen konnten. Dioxine und dioxinähnliche Stoffe können z.B. über belastetes Futter, über falsch betriebene oder defekte Heizungsanlagen im Stall oder belastete Böden im Auslauf der Hühner in die Eier gelangen. Die Belastung einzelner Flächen entsteht i.d.R. durch Eintrag aus industriellen oder punktuellen Verbrennungsprozessen.

Auf Bio-Betrieben gehaltene Tiere müssen Auslauf ins Freie haben. Der Bioland Verband und seine Mitglieder sind sich der Problematik einer möglichen Belastung des Bodens mit Dioxin oder dioxinähnlichen Stoffen bewusst und reagieren in begründeten Einzelfällen (z.B. Altlasten) darauf mit vorsorglichen Probenahmen und einem entsprechenden Auslauf- und Weidemanagement.

Das Problem des Dioxineintrages in unsere Umwelt ist Behörden und Politik seit langem bekannt. Viele Belastungen stammen aus der Vergangenheit. Dennoch ist es notwendig, den Eintrag von Dioxinen weiter zu reduzieren. Der ökologische Landbau zeichnet sich dadurch aus, dass er gerade nicht jene Stoffe in die Umwelt bringt, die später zur Belastung für Natur, Mensch und Tier werden.

Der Frühling startet durch !!!

von Carsten | Donnerstag, 29. März 2012

Liebe LeserInnen,

Dankbarkeit erfüllt den Gärtner für solch schönes, stabiles Sonnenwetter wie in den vergangenen Märzwochen. Schon meine Uroma sagte immer : “Der März muss 10 schöne Tage haben ! ” – das hat er in diesem Jahr weit übertroffen. Sicher führt dies zur ersten Arbeitsspitze des Jahres, doch können wir die anstehenden Arbeiten mit etwas mehr Gelassenheit bewältigen, als wenn das Zeitfenster aufgrund nahenden Regens nur sehr klein ist, wie in so vielen Frühjahren.

Und so keimen bereits im Freiland mit Spinat, Rote Bete und Mangold die ersten Kulturen. Frühkartoffeln, Salate, Lauchzwiebeln, Fenchel, Petersilie und Spitzkohl sind gepflanzt und zum Teil sogar schon das erste Mal gehackt. Bezüglich des Unkrautes halten wir es nach Möglichkeit mit dem Motto : “Wehret den Anfängen”.
Selbst eine erste Phacelia-Aussaat habe ich im Hinblick auf eine eine gute Nahrungsversorgung von Nützlingen und Honigbienen sowie als Bodenvorbereitung für den letzten und größten Satz Rote Bete (Aussaat Ende Juni/Anfang Juli) durchgeführt.

Die späten Vorkulturen im ungeheizten Folientunnel sind durch das sonnige Wetter gut ins Wachstum gekommen und stehen aufgrund der täglich geöffneten Lüftung gesund da. Hier können wir uns auf Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Salate, Petersilie und den letzten Satz Feldsalat freuen. Im zweiten Glashaus sind wir bereits mitten in der Ernte der Vorkulturen, allerdings auch mitten im Kampf gegen die Kartoffelblattlaus mit tatkräftiger Unterstützung von Marienkäfern, Schlupfwespen und Gallmücken. Diese und nächste Woche finden Sie Spinat, Baby Leaf-Salat, Stielmus, Pak Choi und Rucola in ihrer Abokiste oder in der Auslage von Wochenmarkt und Ab Hof-Verkauf.

Und was macht der Sommer im Duftgarten ? Auch der schreitet im dritten Glashaus voran. Der erste Satz Tomaten steht in voller Blüte und hat dank guter Befruchtungsarbeit seitens der Hummeln schon ordentlich Früchte angesetzt. Mit unserer Gärtnerin Marianne habe ich eine Wette am Laufen, dass dieses Jahr die ersten Tomaten vorm 1.Mai erntefertig sind. Wir sind gespannt… Der zweite Satz ist Anfang der Woche gepflanzt und besteht aus dreierlei Kirschtomatentomaten-Sorten, Ochsenherztomaten und einer weiteren Aromatomaten-Sorte. Die Knospen sind kurz vorm Aufbrechen.

Nach dem Abernten der Radieschen sind im ersten Glashaus die ersten Stangenbohnen gepflanzt und aufgrund der reichlich vorhandenen Wärme auch gut angewachsen. In Zusammenarbeit mit der Bingenheimer Saatgut AG führen wir dieses Jahr bei den Stangenbohnen einen Sortenversuch durch. Es soll unsere langjährige Standardsorte “Donna” (konventionall ungebeiztes Saatgut) mit der Bio-Sorte “Helda” in drei Sätzenverglichen werden, mit dem Ziel zukünftig auch in diesem Segment biologisch produziertes Saatgut einsetzten zu können.

Der vorletzte Satz Feldsalat muß im Folienhaus bald Platz machen für eine Vielzahl an Tomaten- und Paprika-Jungpflanzen, die wir u.a. für zwei Bioland-Kolleginnen in Gütershoh und Rietberg kultivieren.

Alle freitags belieferten Abo-KundInnen bitte ich zu bedenken, das sie nächste Woche aufgrund des K-Freitags bereits am Mittwoch Nachmittag beliefert werden. Im Namen des Duftgarten-Teams möchte ich allen eine frohe Osterzeit wünschen.

Freiland-Saison hat begonnen, Tomaten sind gepflanzt und weitere Neuigkeiten…

von Carsten | Freitag, 9. März 2012

Liebe LeserInnen,
so früh wie nie sind wir dieses Jahr in die Freiland-Saison gestartet – zumindest seit wir den Sandboden unseres Pachtbetriebes im Jahr 2000 hinter uns gelassen haben und hier nach Büttendorf umgezogen sind . Zugegeben, die Motivation so früh loszulegen ist ein wenig aus der Not heraus entstanden, denn durch einen kleinen Rechenfehler hatten wir einfach zu viele Jungpflanzen für die Gewächshäuser angezogen. Und deshalb habe ich die Entscheidung getroffen, daß der Mangold auf das Pflanzen im Freiland in die Warteschleife mußte. Nach einigen Tagen der Trockenheit war ich beim Düngen der Fläche noch sehr skeptisch. Beim anschließenden Grubbern keimte dann die Hoffnung, das Fräsen könne wohl schon funktionieren, was ich dann nach einem weiteren halben Tag des Abtrocknens dann auch am 8. März riskiert habe. Und siehe da, das Ergebnis war nicht perfekt, ist aber in anderen Jahren zwei Wochen später oft nicht besser gewesen.

Das die Bodenbearbeitung auf diesem Freilandstück, genannt “Am Siek”, überhaupt möglich war, führe ich auf die gute Durchwurzelungskraft der Zwiebelgewächse zurück, die hier im Jahr 2011 als Vorkultur standen, und außerdem darauf, daß auf einem Großteil der Fläche noch Phacelia als Gründüngungs-Zwischenfrucht gewachsen ist. Diese sowie der im Vorjahr ausgebrachte  Grüngut-Kompost haben  für einen lockeren, humosen Boden gesorgt, der im Frühjahr schnell abtrocknet.
Auch unser neuer Trecker, der den alten International Baujahr 1970 Ende letzten Jahres beerbt hat, konnte sich zum ersten Mal so richtig auf dem  Acker bewähren. Mit dem Abladen unserer Bio-Anzuchterde war er bisher doch eher unterfordert.

Eine weitere gute Nachricht dieser Woche ist, das unsere langjährige Gärtnerin Marianne nach gut überstandener OP “aus dem Winterschlaf erwacht ist”. Bis zum Ende Oktober wird sie wieder eine wichtige Stütze in der Produktions-Sparte der Gärtnerei Duftgarten sein und “den Laden zusammenhalten”. Bereits auf der letztjährigen Weihnachtsfeier galt ihr ein besonderes Dankeschön für die 10-jährige Betriebszugehörigkeit .

Und ihre erste “Amtshandlung” in 2012 ist nicht weniger erwähnenswert, handelte es sich dabei doch um das Pflanzen unseres ersten Tomaten-Satzes bestehend aus den schmackhaften Aromatomaten-Sorten “Campari” und “Annamay” sowie der langjährig bewährten Flachentomaten-Sorte “Loreto”. Der zweite Satz bestehend aus einer Vielfalt an Ochsenherz- und Kirschtomaten-Sorten ist bereits als Jungpflanze gerückt und wird voraussichtlich in zwei Wochen gepflanzt.

In Zukunft wird es jeden Monat für alle Abo- sowie Ab Hof-KundInnen einen Angebots-Flyer geben. Der erste für März ist diese Woche bereits mit ausgeliefert worden. Er kann aber auch im folgenden noch heruntergeladen werden :

Natürlich gelten die Angebote auch für unsere Wochenmarkt-KundInnen. Da wir dort aber nur ein sehr beschränktes Sortiment an Naturkost-Trockenwaren vorrätig haben, müßten die gewünschten Artikel vorbestellt werden.

Im Winter gibt es ja sehr häufig Möhren in der Abokiste , u.a. weil wir sie in so schmackhafter und knackiger Qualität von unseren KollegInnen der Bioland-Gärtnerei Ulenburg beziehen können. Ein weiter Grund sind die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten, roh oder gekocht. Doch das ist auch der Grund dafür, das nur sehr selten mal Rezepte zu diesem Gemüse mitgeliefert werden. Deshalb an dieser Stelle der Hinweis auf die noch junge Homepage von Bioland OWL (www.bioland-owl.de), wo in Kürze das köstliche Rezept “Möhrenauflauf mit Pesto” veröffentlicht wird, welches ich am vergangenen Wochende zubereitet habe.

MöhrenauflaufMitPesto


Zum Schluß sollen mit diesem schönen Foto die alljährlich mutigsten Blütenpflanzen eine besondere Ehrung erhalten, tun sie doch nicht nur der Seele, sondern u.a. auch den Honigbienen gut (…einen Gruß an “unseren” Imker Mathias Warmbold…).

Neue Rezepte

von Marcus | Freitag, 9. März 2012

Spitzkohl mit Hirsefrikadellen / Fenchel-Blutorangen-Salat / Marinierte Blutorangen

Neue Rezepte

von Marcus | Freitag, 24. Februar 2012

Chinakohl-Salat / Brokkoli mit Schafkäse überbacken / Rote Bete Vorspeise

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