Angebot KW 37 :

Während wir noch im vorletzten Satz im Noppenfoliehaus ernten können, hat im Glashaus 3 bereits die Ernte des letzten Satzes begonnen. Dies hat uns zum Sonderangebots-Preis für die zarten Hülsenfrüchte bewogen. Greifen Sie also zu, das Saisonende ist bereits schon wieder absehbar !!!

Bei den rundfrüchtigen Stangenbohnen ist die Bio-Sorte "Cobra" unser Favorit. Diese produziert sehr feine, buschbohnenartige, etwa 20 cm lange Früchte mit einem Durchmesser von ca. 7-9 mm.  Die Bio-Saatgutsorte "Helda" überzeugt uns Jahr für Jahr bei den breithülsigen. Diese grüne Schwertbohne zeichnet sich besonders durch ihre zarten, aromatischen Schoten aus.

Stangenbohnen können im Gewächshaus bis zu 4 m hoch ranken, wenn sie nicht gestutzt werden. Um die Ernte ohne Leiter durchführen zu können, kappen wir die Triebspitzen im Duftgarten  jedoch wöchentlich über dem Spanndraht, was auch das "Remontieren" anregt - das heißt die Bildung von Seitentrieben, aus denen dann wieder Blüten und Früchte hervorgehen. Die Stangenbohnen werden bei uns als sogenannte "Grüne Bohnen", das heißt in unreifem Zustand geerntet und eignen sich somit als Gemüsebeilage, für Salate sowie als Bestandteil von Suppen und Eintöpfen. Roh enthalten alle Gartenbohnen das giftige Glykosid Phasein und sind für den Rohgenuß ungeeignet. Der Verzehr von rohen Bohnen kann zu Vergiftungserscheinungen führen; durch Erhitzen (= Kochen) oder Milchsäuregärung wird das Toxin allerdings zerstört. Aus ernährungsphysiologischer Sicht günstig zu bewerten ist der diätetische Wert der gekochten Hülsen, weil der relativ hohe Kalium- in Verbindung mit dem niedrigen Natrium-Gehalt wassertreibend wirkt, somit Herz und Kreislauf entlastet. Als konzentrierte Träger von Protease-Hemmstoffen sollen die Enzyme der Gemüsebohnen der Aktivierung krebserregender Stoffe im Körper entgegenwirken können.

Aus gärtnerischer Sicht hat der Anbau von Stangenbohnen im Gewächshaus eine besondere Bedeutung für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Bei den Hauptkulturen steht uns mit dieser Leguminose neben den Gurkengewächsen und Nachtschattengewächsen (= Tomate, Paprika + Aubergine) eine weitere Pflanzenfamilie zur Verfügung, so daß sich die Fruchtfolge vielfältiger gestalten läßt. Bohnen haben durch die Symbiose mit den Knöllchenbakterien auch einen sehr geringeren Nährstoffbedarf. Als Haupt-Schädlinge lassen sich Blattläuse und Spinnmilben biologisch recht gut mit den entsprechenden Nützlingen kontrollieren.