Angebot KW 35:

- gültig ab Freitag, dem 21. August - Während der 1. Satz Stangenbohnen bereits abgeräumt ist - hier wachsen mittlerweile Gurken heran - ist jetzt der 3. Satz in voller Ernte. Deshalb möchten wir Ihnen die zarten Hülsenfrüchte zum Sonderangebots-Preis anbieten.

Bei den rundfrüchtigen Stangenbohnen ist die Bio-Sorte "Cobra" unser Favorit. Diese produziert sehr feine, buschbohnenartige, etwa 20 cm lange Früchte mit einem Durchmesser von ca. 7-9 mm.  Die Bio-Saatgutsorte "Helda" überzeugt uns Jahr für Jahr bei den breithülsigen. Diese grüne Schwertbohne zeichnet sich besonders durch ihre zarten, aromatischen Schoten aus.Für Freund_nnen der Wachsbohnen haben wir die gelbfrüchtige Sorte "Neckargold" im letzten Satz angebaut, die gerne für die Salat-Zubereitung verwendet wird.

Stangenbohnen können im Gewächshaus bis zu 4 m hoch ranken, wenn sie nicht gestutzt werden. Im Duftgarten kappen wir sie jedoch wöchentlich über dem Spanndraht, um die Ernte zu erleichten sowie das Remontieren anzuregen; das heißt die Bildung von Seitentrieben, aus denen dann wieder Blüten und Früchte hervorgehen. Die Stangenbohnen werden bei uns als sogenannte "Grüne Bohnen", das heißt in unreifem Zustand geerntet und eignen sich somit als Gemüsebeilage, für Salate sowie als Bestandteil von Suppen und Eintöpfen. Roh enthalten alle Gartenbohnen das giftige Glykosid Phasein und sind für den Rohgenuß ungeeignet. Der Verzehr von rohen Bohnen kann zu Vergiftungserscheinungen führen; durch Erhitzen (= Kochen) oder Milchsäuregärung wird das Toxin allerdings zerstört. Aus ernährungsphysiologischer Sicht günstig zu bewerten ist der diätetische Wert der gekochten Hülsen, weil der relativ hohe Kalium- in Verbindung mit dem niedrigen Natrium-Gehalt wassertreibend wirkt, somit Herz und Kreislauf entlastet. Als konzentrierte Träger von Protease-Hemmstoffen sollen die Enzyme der Gemüsebohnen der Aktivierung krebserregender Stoffe im Körper entgegenwirken können.

Aus gärtnerischer Sicht hat der Anbau von Stangenbohnen im Gewächshaus eine besondere Bedeutung für den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Bei den Hauptkulturen steht uns mit dieser Leguminose neben den Gurkengewächsen und Nachtschattengewächsen (= Tomate, Paprika + Aubergine) eine weitere Pflanzenfamilie zur Verfügung, so daß sich die Fruchtfolge vielfältiger gestalten läßt. Bohnen haben durch die Symbiose mit den Knöllchenbakterien auch einen sehr geringeren Nährstoffbedarf. Als Haupt-Schädlinge lassen sich Blattläuse und Spinnmilben biologisch recht gut mit den entsprechenden Nützlingen kontrollieren.