Raupenfraß an Mangold im Folientunnel
24.10.2014
von: Carsten Schumacher
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Einige Kund_innen waren enttäuscht, dass wir den Mangold zur Zeit nahezu ohne Blätter ausliefern. Viele bereiten gerne "Smothies" daraus und auch das Gemüsegericht wirkt farblich viel ansprechender mit dem Grün. Deshalb möchte ich Ihnen im folgenden gern die Gründe dafür erläutern :

 

Wir haben ein ganzes Beet Mangold im Folientunnel angebaut. Leider haben dort die Kohlweißlinge gewütet, deren Raupen nicht nur die Mangold- , sondern auch die Kohlrabiblätter derbe zerlöchert haben. So standen wir vor der Entscheidung, die Blätter bei der Ernte abzuputzen, so durchlöchert auszuliefern oder alles für den Kompost abzuschneiden. Da die Stiele des (Stiel-) Mangolds sich allerdings prächtig entwickelt hatten und es vielen Kund_innen im wesentlichen darum geht, haben wir uns für die Vermarktung in dieser Form entschieden.
In den letzten Jahren haben wir zum Vermeiden von Raupenfraß in diesem Ausmaß das im Bio-Anbau zulässiges Becillus thuringiensis-Präparat "Xen Tari" eingesetzt. Die Bedingungen zum Einsatz dieses Präparates sind in diesem Jahr allerdings so schwierig geworden, dass es einem Verbot des Einsatzes in dieser Jahreszeit unter Glas + Folie gleichkommt und wir darauf verzichtet haben.
Ich rechne mit einem weiteren Erntezeitraum dieses Mangolds von ca. 3 Wochen. Ich empfehle allen, die ihn in dieser Form nicht gerne bekommen,  das Streichen des Produktes im Online-Warenkorb. Zum Winter wird es einen weiteren Satz aus einem anderen Gewächshaus geben, der bis jetzt sehr vielversprechend aussieht. Es handelt sich dabei um einen Sortenversuch der neu gezüchteten Bio-Mangoldsorte "Jessica", die wir eigens von einem österreichischen Biosaatgut-Zuchtbetrieb haben schicken lassen.
Und so bleibt uns - und hoffentlich auch Ihnen - die Vorfreude auf eine gute Ernte dieser neuen Sorte. Zum Schluß möchte ich Ihnen nochmal für Ihr Verständnis danken. Ein gut entwickeltes, eßbares, aber mit einigen äußerlichen Fehlern versehenes Gemüse auf dem Kompost zu entsorgen ist nicht nur ökonomisch schmerzhaft, sondern aus unserer Sicht auch ethisch nicht vertretbar.